Preschener Techno-Partys stehen vor dem Aus

Der frühere Flugplatz in Preschen bei Forst hat sich in den vergangenen 3 Jahren zum Techno-Treffpunkt gemausert. Tausende Fans, vor allem aus Südbrandenburg und Sachsen, besuchten bisher die Partys mit dem Namen "K--" an der A15 kurz vor der polnischen Grenze. Nun droht den Feiern auf dem Gelände das Aus.
Der Mann hinter der Theke, der die Bierflaschen ausgibt, versteht die Welt nicht mehr:" Die Leute hier wollen nur feiern. Das ist ein Heiligtum für die", sagt der Hüne, der ungenannt bleiben will, hilflos. Das "Heiligtum" ist das Areal bei einem hangar auf dem Preschener Flugplatz. Der Shelter, eigentlich für eine MiG-29 gedacht, wurde in den letzten drei Jahren in viel Eigenarbeit zum Techno-Bunker.
Steffen Scholz, der 30-jährige Kopf der Party-Gemeinde, machte das Gelände zusammen mit seinen Freunden zum Techno-Tempel. Tausende kamen, um hier in großer Party-Familie unter dem Markennamen "K--" zu feiern. Sogar Holländer und Tchechen. Bei manchen Partys hatte die Familie etwa 1500 Angehörige. Und immer stand jemand hinter der Bar im Hangar und reichte Flaschen aus.
Stand. Denn das zuständige Amt Döbern-Land will dem "K--" keinen Getränke-Ausschank mehr erlauben. Grund: Um regelmäßig ausschenken zu dürfen, müsse eine Gaststättenerlaubnis her, erklärt H. Guckenberger vom Ordnungsamt. Sonst gibt es nur Genehmigungen für besondere Anlässe. Eine Gaststättenerlaubnis käme teuer. Bauauflagen, wie der Einbau einer Lüftung, müssten erfüllt werden. So lange die nicht vorliegt, "gibt es für den Hangar keine Genehmigung", sagt H. Guckenberger. Der Ausschank ist demnach auch künftig verboten. Auch Flaschen dürfen nicht mehr ausgegeben werden.
Steffen Scholz, gibt sich kämpferisch. "Dann müssen die Leute halt ihre Getränke mitbringen", sagt er. Er hält die Genehmigung nur für eien Vorwand, den Shelter zu schliessen. Da sie nicht verständen, was auf dem Gelände passiert, wollten Verwaltung und Polizei das "K--" dicht machen, vermutet er.
Das Amt hatte immerhin lange Zeit die Feiern geduldet. Doch in letzter Zeit wurden die Auflagen immer strenger: Dekoration musste abgebaut, Feuerlöscher aufgehängt werden. H. Guckenberger fühlt sichzu Unrecht angegangen: "Wir haben lange die Augen zugedrückt. Und jetzt werden wir dafür auch noch kritisiert.
Auch die Polizei hat die Partygemeinde im Visier: Sie kontrollierte allein bei der letzten Veranstaltung Ende Mai 67 vom Gelände kommende Personen nach Drogen. Bei 14 wurde sie fündig. Durch die Kontrollen fühlen sich die Veranstalter in die Schmuddelecke gedrängt: "Uns wird ein falsches Image angehängt", ärgert sich Scholz. Man tue so, als ob das "K--" Drogenumschlagplatz wäre und die Veranstalter die Händler. Dabei fragen wir schon jeden, der reinkommt: Hast Du Drogen dabei? Aber wir können die Leute am Eingang nicht ausziehen.
Auch H.-J. Wilhelm, Geschäftsführer desw Flugplatzes und Vermieter des Shelter, hält die Polizeipräsenz für zu übertrieben. Er habe nichts gegen Kontrollen bei der Anreise - im Gegenteil: So könne man schwarze Schafe ertappen oder abschrecken. Doch die regelmäßigen Überprüfungen bei der Abfahrt hält der Berliner für falsch. Immerhin würde die Partygemeinde sich ja nur mit "weichen" Drogen wie Haschisch stimulieren: Bei der Love Parade haben die die ja auch nicht nur Wasser getrunken. Und da guckt die Polizei nicht so genau hin.
Flugplatzbetreiber und Polizei hatten erst kürzlich eine "Sicherheitspartnerschaft" vereinbart. Doch nachdem sich Wilhelm bei der Polizeipräsidentin über die Kontrollen beschwerte, ist davon keine Rede mehr.
Wann man die Partygäste kontrollieren soll, "muss man schon uns überlassen", sagt Polizeisprecher B. Fleischer. Und: "So lange es das BtmG gibt, werden wir Verstöße dagegen verfolgen. Wir können nicht zulassen, dass jemand gegen das Gesetzt verstößt.
Wir haben nichts gegen Techno-Partys erklärt Fleischer. Allerdings gehe die Polizei davon aus, dass bei einer Feier am Hangar inzwischen mehr illegale Drogen gehandelt und konsumiert werden als in einer normalen Lausitzer Disko. Deshalb werde man auch bei der nächsten Party kontrollieren, sagt Fleischer. Steffen Scholz: "So leicht gebe ich nicht auf", sagt der Mann mit der "K--"-Tätowierung im Nacken. Vor fünf Jahren begann die Geschichte des "K--" mit der Feier zu seinem 25. Geburtstag, und sie soll nicht einfach so enden. Scholz hat große Pläne mit dem Gelände, will weitere Shelter umbauen, Bands aufs Gelände holen, einen Kunstpark schaffen. Er will weg vom puren Techno-Standort, hin zu Elektrorock, Kunst und Beachvolleyball. Doch das sind Visionen. Aktuell drücken ihn andere Probleme: Die nächste Party ist für diesen Sonnabend geplant. Die Handzettel sind gedruckt, die DJ´s bestellt. Ob die in Preschen auflegen können, weiß Steffen noch nicht...
Lausitzer Rundschau vom 13.06.03
Party-Macher wollen am Standort Flugplatz festhalten
Die Veranstalter der Preschener Techno-Partys halten trotz aktueller Probleme an dem Veranstaltungsort Flugplatz-Shelter fest: Das erklärten Steffen Scholz vom Organisator «K - -» und Flugplatzbetreiber Hans-Joachim Wilhelm gegenüber der RUNDSCHAU.
Die vorerst letzte Party in Preschen am 14. Juni war von den Veranstaltern abgesagt worden, nachdem das Ordnungsamt Döbern-Land die Genehmigung verweigert hatte (die RUNDSCHAU berichtete). Hans-Joachim Wilhelm erklärte, man werde den baulichen Zustand des Party-Bunkers auf dem Flugplatzgelände wie vom Amt gewünscht durch einen TÜV-Gutachter prüfen lassen. Generell stehe er weiter hinter den Techno-Veranstaltungen. Es wäre schade, wenn das Projekt der jungen Leute nach mehreren Jahren scheitern würde. Steffen Scholz vom Party-Organisator «K - -» kündigte an, sich mit dem Problem verstärkt an die Öffentlichkeit zu wenden: So sollen auf Techno-Partys Unterschriften für den Erhalt des Techno-Shelters gesammelt werden. Außerdem habe man mit dem RBB-Jugendradiosender «Fritz» Kontakt aufgenommen. Die Techno-Szene in Ostdeutschland fühle sich derzeit durch verstärkte Polizeikontrollen gegrängelt, sagte Scholz. Man wolle mit anderen Veranstaltern für eventuelle Protestaktionen Rücksprache halten.
In Internet-Foren hat der RUNDSCHAU-Bericht über das drohende Ende des «K - -» zu zahlreichen Reaktionen geführt. Dort kursieren auch Vorlagen für Beschwerde-Briefe, die Techno-Fans an das zuständige Ordnungsamt Döbern-Land schicken sollen. Die nächste Party in Preschen sollte eigentlich Anfang Juli starten. Steffen Scholz erklärte, man suche derzeit einen Ersatzstandort für diese Party. Unter Umständen käme ein Gelände in Ostsachsen in Frage. (klw)
Lausitzer Rundschau 24.06.2003
«Projekttag» mit Techno und Drogen - Großkontrolle der Polizei am «Point 36»
Beim Amt Döbern-Land lag für den vergangenen Freitag eine Anmeldung für einen «Projekttag in den Bereichen Kultur, Kunst und Literatur-Events» auf dem Gelände von Point 36 vor. Die geplante Veranstaltung wurde demnach auch genehmigt.
Der «Projekttag» im eingezäunten Bereich K 2 war allerdings eine Techno-Party. Offenkundig hatte sich der Party-Termin übers Internet in der Szene herumgesprochen. Da der Polizei bei früheren, ähnlichen Veranstaltungen vor allem auf der Rückfahrt Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz auffielen, machten die Beamten Samstagfrüh eine Großkontrolle an den Zufahrten. 26 Autos und 67 Personen wurden überprüft. Gleichzeitig wurde mit Unterstützung des Drogenvortestgerätes «Drugwipe» 33 Drogentests durchgeführt. Bei 14 Personen im Alter zwischen 17 und 27 Jahren, darunter auch zwei Autofahrer, bestätigte sich der Verdacht des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Bei einem der Kontrollierten wurden außerdem 1 300 Euro in bar gefunden, die nach Ansicht der Polizei darauf schließen lassen, dass der Mann mit Rauschgift handeln könnte.
Gegen die 14 Personen laufen Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die Fahrer erwartet eine Geldstrafe und ein Monat Fahrverbot. Die Kontrollierten kamen überwiegend aus Sachsen und dem Bereich Cottbus. (red/klw)
Quelle: LR 27.05.2003
Ein kleines Zitat von Kay aka grindler zum Kombinat II
Das Geheimniss des Wahnsinn sollst du ergründen, wenn du versuchst es wissen zu wollen.
In dem Irgendwo des seins, sind es die Dinge die dir zu sagen geben wer ihm die Seele hat geraubt.
Stehst du da, in dem Park der tausend Geister, versuche nicht die Erklärung zu suchen, sondern finde raus, was die Stimme in dir zu sagen versucht.
Und wenn der Autismus hat gesiegt, dann zeig deiner Seele, was sie Jahre lange hat gesucht.
Stehst du in der Mitte und fragst dich, ob das normal sei und als Antwort kommt, ich hoff mal nicht, dann hast du die Neuentdeckung deines Ich´s gefunden.
Partyreview vom 24.04.1999 im K2 Welzow
Lange haben wir nicht mehr so gefeiert wie in dieser Nacht im K2 Flugzeugbunker auf dem Flugplatz Welzow. Ein großes Lob deshalb an dieser Stelle an die E-Shock Crew. Für die entsprechende Musik sorgten Wolle XDP, Kristin, Djoker Daan, Ultratrax und Systemstörung. Der Sound war sehr Techno und überhaupt. Es waren viele, viele hundert Leute aus der Region, sowie aus Berlin, Zittau, Kamenz, Bautzen und auch aus Freiberg....Ebenfalls möchten wir dem Sonnenaufgang für zuverlässiges Erscheinen danken. Du bist ein Schatz. Ein weiteres Highlight ist die wahnsinns Aussicht vom Bunkerdach auf die gesamte Umgebung. So wurde auf dem Dach, dem Parkpatz und natürlich drinnen getanzt und geschrien als wäre es das letzte mal. Auf ausnahmslos allen Gesichtern machte sich ein zufriedenes Grinsen breit. Wir danken den tapferen Helden, die bis 15:00 Uhr für Frieden und Freiheit tanzten, grillten, sich sonnten und ihr Auto symbolisch um den Baum wickelten. Aufopferung pur! Auch das ist Techno! Yeah!
Artikel aus dem Heftig
Heftig-Night @ K2 Welzow 15.05.1999
"Krass!" sagten sich bestimmt einige, nachdem sie das Gelände vom Welzower Flugplatz am Morgen (oder Nachmittag) nach der Heftig-Party im K2 verließen.
Jubel, Trubel, Heiterkeit und eine große Masse von Tanzwütigen überschwemmten förmlich den Hangar 16 des Welzower Flugplatzes. Nebel, abgefahrene Deko und Notstromaggregatsabgase bildeten den angemessenen Rahmen für eine Hangar-Party. Rush, Dylan Drazen, Noname und Ronny Kerk brachten bösen Sound in das Dunkle des Bunkers.
Da der Club irgendwann völlig überfüllt war, und einige auch den Sound als "zu derb" einstuften, machten viele draußen ihre Party. Die Parklatzfläche reichte kaum für alle. Man musste schon völlig flüßig sein, um sich zwischen den Autos bewegen zu können. Mit so vielen Leuten hatte wohl niemand gerechnet. (An die K2-Crew: Wie wäre es denn demnächst mit einem zweiten Floor? Eventuell House öder ähnliches?)(K2-Crew "Niemals! Höchstens noch mehr Krach nach dem Motto: Lauter, Schneller, Härter!")
Als sich die Sonne am Himmel sehen ließ, wurden langsam die ersten Decken und der Kofferraumsound rausgeholt. Später gab's dann Musik für alle, dank Open-Air-Floor. Die letzten Partyleute waren erst gegen 16:30 Uhr so langsam in Aufbuchstimmung und werden sicher (so wie viele andere) den Namen "K2" nicht so schnell vergessen.
Respekt an dieser Stelle nochmals für Rush und Drazen für ihren wirklich geilen importierten Hammersound. Ebenfalls danken wir der K2-Crew, Tullip für die Deko und natürlich den ca. 1500 Mann, die alles gaben, was ihr Körper hergab.
Written by Mathias und Manuela -Heftig Artikel
